Die Geschichte
von Membratsweiler
Wappen Membratsweiler

Membratsweiler - vom Erdboden verschwunden

von Ottmar Stützle

 

 

Über die Ortschaft Membratsweiler, die bei Braunenweiler lag, ist außer dem Flurnamen bisher nichts bekannt. Nachstehend wurden alle mir verfügbaren Daten zusammengetragen um, soweit es die spärlichen Quellen zulassen, ein Bild dieses verschwundenen Weilers zu zeichnen.

 

Flurnamen weisen oft weit in die Vergangenheit zurück und können an längst verschwundene Örtlichkeiten erinnern. So findet man auf der Karte der Markung Braunenweiler, auf beiden Seiten des Weges vom Wasserbehälter Richtung Burgstockhof, den Flurnamen „Membratsweiler“. In dieser Gegend muss sich also eine Siedlung mit diesem Namen befunden haben.

 

Membratsweiler ist eine von mehreren „Wüstungen“ in unserer Gegend, wie verlassene und aufgegebene Ortschaften genannt werden. In unserer näheren Umgebung sind dies neben kleinen Gehöften die Siedlungen Mooshaupten bei Saulgau und Gemmingen bei Scheer. An beiden Orten haben sich dank den vorhandenen Gotteshäusern die Friedhöfe erhalten.

 

Man weiß sehr wenig über diese verlassenen Wohnstätten, auf die man auch in der weiteren Umgebung und im ganzen Land immer wieder stößt. Anscheinend erfolgte in der sogenannten Ausbauzeit im Hochmittelalter, bedingt durch die wachsende Bevölkerung, die Gründung von Tochtersiedlungen zwischen bestehenden Dörfern . Eine Welle von „Vereinödungen“, wie auch die Aufgabe von Ortschaften genannt wurde ist dann im Verlauf des 14.und 15.Jahrhunderts zu beobachten, wobei es über die Gründe kaum Berichte gibt, so dass man auf allgemeine zeitgeschichtliche Ereignisse zurückgreifen muss.




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